Simone Raatz, zuständige Berichterstatterin:

Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt den heutigen Kabinettsbeschluss zum „Aktionsplan Nanotechnologie 2020“. In ihm werden die Forschungs- und Förderaktivitäten der Bundesministerien im Zusammenhang mit Nanotechnologie koordiniert. Neben den vielfältigen Chancen der Zukunftstechnologie spielt auch die Abwägung möglicher Risikofaktoren eine wichtige Rolle.

„Die Nanotechnik gehört in vielen Forschungsbereichen und Industriezweigen zu den zukunftsweisenden Schlüsseltechnologien. Ihre praktische Anwendung ermöglicht schon heute leistungsfähigere Batterien, effektivere digitale Datenspeicher, wirksamere Behandlungen im Gesundheitsbereich und vieles mehr.

Allein das Bundesministerium für Bildung und Forschung veranschlagt im aktuellen Jahr 190 Millionen Euro für Innovationen im Nanobereich. Die bedeutende Rolle der Nanotechnologie im deutschen Innovationssystem ist aber vor allem auf die seit 2006 koordiniert erfolgende Förderung durch alle sieben betroffenen Bundesressorts zurückzuführen. Mit der Fortschreibung des Aktionsplans bis 2020 findet nun eine Einbettung in die neue Hightech-Strategie der Bundesregierung statt.

Der SPD-Bundestagsfraktion ist besonders wichtig, dass ein starker Fokus des neuen „Aktionsplans Nanotechnologie 2020“ auf Lösungsmöglichkeiten für zukünftige gesellschaftliche Herausforderungen, wie die Energiewende und den digitalen Wandel, liegt. Dazu gehört auch eine verantwortungsvolle Nanorisikoforschung, die Bevölkerung und Umwelt zuverlässig vor potenziellen Gefahren schützt, ohne die Innovationsfähigkeit unserer Gesellschaft insgesamt zu mindern.“