Exzellente Wissenschaft braucht exzellente Arbeit

Exzellente Wissenschaft gibt es nur mit exzellenter Arbeit. Die vorherrschende Hire-and-Fire-Politik schadet nicht nur der Kontinuität und Qualität von Forschung und Lehre. Davon ist Matthias Anbuhl, Leiter der Abteilung Bildungspolitik und Bildungsarbeit beim DGB-Bundesvorstand, überzeugt. Er beschreibt aus gewerkschaftlicher Sicht, wie es gelingen kann, das Prinzip der guten Arbeit auch in der Wissenschaft umzusetzen.

Das Markenzeichen unserer Hochschullehre? Die prekäre Beschäftigung!

Die Mehrheit der Studierenden in Deutschland ist sich sicher: die Lehrenden an den Hochschulen legen sich für ihre Studierenden ordentlich ins Zeug. Dennoch unterstreicht Philip Kroner, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen, in seinem Beitrag, dass individueller Einsatz alleine nicht ausreicht. Nur, wenn sich die Rahmenbedingungen für den wissenschaftlichen Mittelbau verbessern, kann der gute Lehre leisten und der Weg in die Wissenschaft bleibt attraktiv für die jetzigen und zukünftigen Studierenden. Gleichzeitig wirft Philip Kroner einen interessanten Blick auf die Situation studentisch Beschäftigter.

Erhebliche Abweichungen von den Regelungszielen

Nach dem Studium entscheiden sich junge AkademikerInnen hunderttausendfach in der Wissenschaft zu bleiben. Statt aber zu forschen oder zu promovieren, hangeln sie sich von einem befristeten Vertrag zum nächsten. Jan Kühnemund, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und in der dortigen Mittelbauinitiative engagiert, beschreibt eindrücklich, was diese Situation für die Betroffenen bedeutet und welche Forderungen an die Politik er daraus ableitet.