René Röspel, zuständiger Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion:

Der Wissenschaftsrat hat heute seine Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) vorgelegt. Dass die Förderung der DZG nicht zu einem Verlust von wissenschaftlicher Expertise in der Gesundheitsforschung und damit zum Nachteil für die Patientinnen und Patienten führen darf, hat die SPD-Bundestagsfraktion seit der ersten Gründung im Jahr 2009 betont.

„Die SPD-Bundestagsfraktion hat stets darauf hingewiesen, dass der einseitige Ausbau der Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung (DZG) nicht ohne Differenzierungen zu begrüßen ist. Gesundheitsforschung muss sich immer und in erster Linie am Bedarf der der kranken und hilfebedürftigen Menschen orientieren. Daher ist eine einseitige Stärkung der DZG für eine translationale medizinische Grundlagenforschung nicht ausreichend, deren Ergebnisse direkt in die Anwendung und damit bei den Patientinnen und Patienten ankommen.

Die Grundlagen- und präklinische Forschung findet zum allergrößten Teil an Universitäten, klinische Prüfungen wiederum insbesondere in Einrichtungen der Hochschulmedizin statt. Deswegen ist uns besonders wichtig, dass die Universitäten und vor allem die Hochschulkliniken in ihrer Vernetzung untereinander und mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen gestärkt werden. Keinesfalls darf durch die Stärkung der DZG und durch eine unzureichende Kooperation der Zentren mit den Forscherinnen und Forschern an den Hochschulen wertvolle Expertise in der Gesundheitsforschung verloren gehen.

Neben der weiteren Förderung der Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung ist es deswegen notwendig, nicht nur der außeruniversitären Forschung eine verlässliche Perspektive zu geben, sondern auch die Grundfinanzierung der Hochschulen zu stärken und dabei die hochschulmedizinische Forschung gezielt in den Blick zu nehmen.“