Die heute in Deutschland veröffentlichte OECD-Studie „Bildung auf einen Blick“ bestätigt, dass ein Nationaler Bildungspakt mit einem deutlich größeren Anteil des BIP für Bildung in Deutschland kommen muss. Gerade für jungen Erwachsenen ohne Berufsausbildung muss in Deutschland mehr gemacht werden.

„Die OECD bescheinigt ein weiteres Mal, dass das Ziel, sieben Prozent des BIP für Bildung auszugeben, weiterhin verfehlt ist. Aktuell liegt der Wert bei 4,2 Prozent und damit unter dem Durchschnitt von 4,8 Prozent. Was bei Forschung fast klappt – das Ziel drei Prozent des BIP dafür zu investieren – sollte auch endlich im Bildungsbereich Realität werden.

Wir brauchen einen Nationalen Bildungspakt in Deutschland, durch den deutlich mehr in den Bildungsbereich investiert wird. Mit der Abschaffung des Kooperationsverbots könnten finanzielle Hilfen des Bundes in den Schulbereich fließen. Hierbei haben für die SPD-Bundestagsfraktion der Ausbau von Ganztagsschulen und der Schulsozialarbeit oberste Priorität.

Grundsätzlich schneidet das deutsche Bildungssystem im internationalen Vergleich gut ab – die berufliche Bildung bringt junge Menschen in Arbeit, die frühkindliche Bildung leistet entscheidende Aufgaben zur Integration, es gibt hohe Beschäftigungsaussichten für Hochschulabsolventen. Alarmierend ist jedoch, dass der Anteil junger Erwachsener, die weder in Ausbildung noch in Beschäftigung sind, weiterhin bei 9,3 Prozent liegt. Dies ist zwar im internationalen Vergleich ein niedriger Wert, dennoch setzt sich die SPD-Bundestagsfraktion dafür ein, dass im Rahmen der Allianz für Aus- und Weiterbildung für diese jungen Menschen mehr Perspektiven geschaffen werden. Hierzu müssen wir mehr Jugendberufsagenturen vor Ort schaffen, mehr Berufsorientierung anbieten und ausbildungsbegleitende Hilfen und die assistierte Ausbildung ausbauen.“