Simone Raatz, zuständige Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion:

Das Bund-Länder-Programm für den Wissenschaftlichen Nachwuchs ist gestartet. Heute wurden die ersten Universitäten bekannt gegeben, an denen 468 Juniorprofessuren eingerichtet werden. Für zehn Jahre finanziert der Bund die neuen Stellen, die ausnahmslos mit dem sogenannten Tenure-Track ausgestattet sind. Diesen Weg zu besseren Berufsperspektiven und mehr Transparenz sowie Planbarkeit will die SPD-Bundestagsfraktion mit Nachdruck weiter verfolgen.

„Unser Hochschul- und Wissenschaftssystem ist zu sehr von Kurzzeitverträgen und fehlender Planbarkeit geprägt. Das betrifft nicht nur junge Absolventinnen und Absolventen auf dem Weg zum Doktor. Selbst hoch talentierte und bestens ausgebildete Forscherinnen und Forscher über 30 haben keinen gangbaren Weg an unseren Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Mit der Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes hat die SPD-Bundestagsfraktion bereits der grenzenlosen Kettenbefristung einen Riegel vorgeschoben. Neben diesem Meilenstein für längere Vertragslaufzeiten ist das Bund-Länder-Programm für den Wissenschaftlichen Nachwuchs der zweite Baustein für planbare Berufsperspektiven in Forschung und Lehre. In den kommenden zehn Jahren wird der Bund die Einrichtungen von 1.000 zusätzlichen Juniorprofessuren ermöglichen. Durch die Etablierung des Tenure-Track-Verfahrens wollen wir einen Systemwandel zugunsten früherer und transparenterer Personalentscheidungen anregen. Um dies zu begünstigen, haben heute solche

Hochschulen den Zuschlag erhalten, die gute Personalentwicklungskonzepte für verlässliche Berufsperspektiven haben.
Diesen Weg will die SPD-Bundestagsfraktion konsequent weiter gehen. Um den notwendigen Struktur- und Sinneswandel zu beschleunigen, wollen wir die Grundfinanzierung der Hochschulen stärken. Damit können sie die Karriereperspektiven verbessern und mehr Personal unbefristet einstellen.“